Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Kulturen =

Phänomen mit mannigfaltigen Bedeutungen. Das NTD schlägt vor, Kulturen als synergetische Ökosysteme zu beschreiben, deren Besonderheit in der strukturellen Dimension darin liegt, daß hier (drei) inhomogene Faktoren (unterschiedliche Arten/Gattungen) relationiert werden. Ein Faktor soll dabei immer der Mensch als Natur- und Gattungswesen sein. Er tritt als Katalysator des Ökosystems auf und strebt eine Steigerung der Energie, synergetische Effekte an.

Die kulturelle Praxis ist eine Klasse der Praxis.
Paradigmatischer Fall kultureller Praxis ist die Kopplung von Mensch, Natur und Technik.


Selbst wenn von 'Erdbeerkulturen' oder von 'Zellkulturen' in Laboren gesprochen wird, spielt der Mensch eine katalysatorische Rolle. Man kann abstreiten, daß es überhaupt Phänomene gibt, in denen der Mensch keine Rolle spielt. Mindestens als Beobachter ist er immer dabei. Aber hier geht es um Prämierungen in konkreter Praxis. Menschliche Kulturen haben Funktionen für Menschen, Erdbeerkulturen für Erdbeeren. Wir haben also immer einen zusammengesetzten Begriff als emergentes Produkt auf der Objektebene, was wiederum dazu nötigt, Triadentrias als Modelle für kulturelle Systeme zu entwickeln.

In der dynamischen Dimension liegt die Besonderheit in der Prämierung zirkulärer Prozesse und Steuerungsprogramme, weshalb man auch von kybernetischen Systemen sprechen kann. Ziel der Kulturen ist die Gestaltung von synergetischen Kreisläufen, also von der energetischen Dimension der Dinge.

lexikon, id838, letzte Änderung: 2021-09-15 16:48:21

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke