Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Kreisförmiger Prozeß =

im NTD ein Faktor der Prozeßtypentriade neben den parallelen und linearen Prozessen. Den Prozeßtypen entsprechen Zeitvorstellungen.
Wenn die periodische Wiederkehr von Ereignisse oder von Transformationen von Stoffen (Stoffkreislauf) hervorgehoben werden soll, spricht das NTD von zyklischen Prozessen. Die zyklische Zeit läuft als periodische Wiederholung von Ereignissen/Prozessen ab. Soll die kreisförmige Schließung betont werden, wird der Prozeßtyp zirkulär - im Gegensatz zum linearen Zeitstrahl genannt. Zirkuläre Prozesse kehren zu ihrem Ausgangspunkt zurück (reentry), Startpunkt und Endpunkt sind gleich; allerdings werden sie bei Berücksichtigung des Faktors 'linearen Zeit' auf anderen Punkten verortet. Jeder Vergleich von Anfangs- und Endzuständen in kybernetischen Kreisläufen nutzt zirkuläre Zeitvorstellungen und setzt kreisförmige Prozesse (Rückkopplungen, Kontrolle, feedback) in Gang.

lexikon, id837, letzte Änderung: 2021-01-19 11:44:14

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke