Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Beziehungsreichtum =

ein Parameter der Mannigfaltigkeit der Welt bzw. der → Komplexität des triadischen Universums neben der Artenvielfalt (Qualität) und der quantitativen Vielfalt und damit eine Grundkategorie des NTD. In gewisser Weise tritt sie an die Stelle des 'Maßes' in Hegels Logik. Sobald die Welt in eine Praxis eingeht, erscheint sie als Komplexität, die zu bewältigen ist. Auf den drei Parametern der Welt emergiert der Beziehungsreichtum unterschiedlich. Das NTD unterscheidet zwischen den Zeitstrukturen (Relationen zwischen Ereignissen), den Raumdimensionen (1D, 2D, 3D) und den Beziehungen in und zwischen den Dingen.
Unter dem Gesichtspunkt der Beziehungen läßt sich die Welt als → Netzwerk mit offener Anzahl von Elementen, Beziehungen und Ebenen auffassen und sie unterscheidet sich damit grundlegend von den → Systemen, die Grenzen und endliche Strukturen besitzen.

lexikon, id638, letzte Änderung: 2020-12-10 19:07:56

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke