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Die menschliche Praxis ist revolutionär und innovativ, aber sie behält auch frühere Stufen der Evolution. Der Übergang der animalischen in die menschliche Existenzstufe kann mit der → Wandeltriade modelliert werden.
Die menschliche Praxis ist ein Produkt des Wandels und unterliegt seinen Regeln. Der Sinn, den Menschen in ihrer Praxis folgen, ist ein Evolutionsprodukt, ebenso wie der Mensch ein Spätprodukt der Evolutionsgeschichte der Lebewesen ist.
Die Triadische Philosophie, das NTD und die TriPrax gehen weiter von der Bindung der menschlichen Praxis an die Kooperationsformen nicht-menschlicher Lebewesen aus. In diesen liegen ebenfalls Voraussetzungen jeder menschlichen Praxis.
Legt man die Wandeltriade zugrunde, so wird erwartet, daß
A es Triebkräfte gibt, die in der menschlichen Praxis weitgehend erhalten bleiben und weiter wirken.
Da die Menschen auch als Praktiker Lebewesen bleiben, existieren Triebkräfte weiter
B Triebkräfte in modifizierter Form weiter existieren und die Praxis mitbestimmen.
Wenn man das Freudsche Triebmodell anwendet, kann man die Modifikationen als Sublimieren verstehen.
C es radikale Innovationen geben wird, die genuin praxeologischen Sinn hervorbringen, der bei anderen Lebewesen nicht vorhanden ist.
Das Re-Formieren der Proto-Sinne und die innovativen Sinnen müssen sich gegen ältere Triebkräfte durchsetzen, was nur gelingt, in dem deren Kräfte zurückgedrängt und teilweise auch zerstört werden.
D Alle drei Kräfte wirken in konkreter Praxis zusammen.
Daraus folgt, daß die TriPrax zu klären hat, wie die Praxis entstanden ist, was an der menschlichen Praxis innovativ, was die geschichtlichen Errungenschaften der anderen Lebewesen bewahrt und was eine Modifikation des Verhaltens anderer Lebewesen ist. Dazu sind Ableitungsanalysen erforderlich.