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Um gleichzeitige Prozesse näher zu charakterisieren, sind drei Bezeichnungen häufig anzutreffen: parallel, simultan und synchron. Immer steht die Annahmen von mindestens zwei Prozessen im Hintergrund. Im Verständnis des NTD sind parallele Prozesse gleichzeitig und gleichgerichtete Bewegungen. Die Prozesse können im Gegensatz zu Simultanprozessen unterschiedlicher Art sein. Synchronisierte Prozesse sind gleich getaktet und ihre Interaktion ist durch ein Miteinander, Kooperation gekennzeichnet. Gleichzeitige Prozesse können aber auch unterschiedliche Richtungen, im Extremfall gegenläufige Richtungen haben.
In der Physik gelingt die Modellierung komplexer ungleichgerichteter dynamischer Vorgänge, indem die Prozesse als Bewegung und diese (u.a.) als Resultante von gerichteten Kräften (Vektoren) verstanden wird. Jeder Prozeß kann als Resultante von anderen Prozessen verstanden werden. Dies entspricht dem Verständnis des NTD.
Hinter der Rede von gleichzeitigen und ungleichzeitigen Prozessen stehen unterschiedliche Zeitbegriff, vgl. → Ungleichzeitigkeit.