Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Standardsprache =

normierte und kodifizierte (=standardisierte) → Sprache großer sozialer Gemeinschaften, ein Kunstprodikt, welches sich in Koevolution mit den Industrienationen entwickelt hat. Durch den Grad seiner Reflexion und der Kodifizierung derselben in Grammatiken und Wörtbüchern unterscheidet es sich von Dialekte und anderen Kodesystemen sozialer Gemeinschaften.
Andererseits geht die Kodifizierung nicht so weit, wie in den Fachsprachen. Das hat letztlich seine Ursache darin, daß nur eine mehrdeutige Sprache im Alltag größerer sozialer Gemeinschaften die Kommunikation ermöglicht.
Die Reduktion der Mehrdeutigkeit der Begriffe in den Fach- und Wissenschaftssprachen gelingt durch die Selektion relevanter Beziehungstypen
In der alltäglichen kommunikativen Praxis wird die Mehrdeutigkeit der Begriffe durch die Relationierung mit Faktoren aus dem Kontext, dem Wahrnehmungsraum, den Handlungen und/oder dem begrifflichen Umfeld gelöst. Das macht der Triadiker genauso. Geht es allerdings um die Normierung von Begriffen, müssen die Mehrdeutigkeiten durch eine Beschränkung der Relationen im Denkraum minimiert werden. Jede Formulierung einer Triade schafft i.d.S. einen definierten Kontext für ein Objekt. Aber auch schon jeder Faktor einer Triade hat einen Kontext, eine relationale Bedeutung, die sich aus den Beziehungen zu den beiden anderen Faktoren und zum Objekt und zu den Clustern herleitet.

lexikon, id1317, letzte Änderung: 2021-05-04 18:03:14

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke