Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Oszillation =

ursprünglich von lat. 'schaukeln', 'schwingen' abgeleitet, mittlerweile in den Wissenschaften mit Definitionen überlastet, im NTD eine Form der Bewegung - und damit auch der Energie -, die eine bestimmten Typ von → Relationen durch periodischen Richtungswechsel erzeugt.
Paradigmatisch ist Wechselstrom bei dem sich die Flußrichtung der Bewegung getaktet umkehren.
Als O. bezeichnet das NTD aber nicht nur den Wechsel der Richtung von Relationen/Vektoren sondern auch den (markierten, geordneten) Wechsel zwischen Objekten, Prozesse, Zuständen u.ä. In der Praxis wichtig ist der Wechsel der Standpunkte und Perspektiven, die die Subjekte einnehmen, um die verschiedenen Dimensionen eines Objekts zu erkennen oder in der Kommunikation, den Anderen zu verstehen. Jedes Verstehen eines Kommunikationspartners erfordert einen Standpunktwechsel.

→ Standpunkte_Fremdverstehen

Charakteristisch ist für das NTD, daß grundsätzlich nach drei Faktoren gesucht wird, zwischen denen ein Wechsel stattfindet.
Dies weicht erheblich vom klassischen physikalischen Verständnis ab, nach dem Schwingungen im zweidimensionale Koordinatensystem (+ und - auf der y-Achse und Zeit (Perioden) auf der x-Achse) dargestellt werden können.
So gibt es einen beständigen Wechsel in der Prämierung der drei Praktiken (WaDeHa) in der Praxis. Die Themenzentriete Interaktion berücksichtigt ebenfalls drei Standpunkte und Perspektiven zwischen denen zu wechseln ist: Ich, Du und das Thema bzw. der die Aufgabe repräsentierende Dritte.
R.Cohn
Konstitutiv für das NTD ist weiterhin, daß Oszillation in der Praxis nicht auf Dauer gestellt werden darf. Je nach den konkreten Zielen ist ein Zustand, eine Praxisart, eine Perspektive, ein Standpunkt usw. zu prämieren, um die Prozesse zu linearisieren und zu einem Abschluß zu bringen.

lexikon, id923, letzte Änderung: 2021-01-20 17:23:37

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke