Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Gewichtung =

s.a. → Disbalancen, Balance
allgemein eine Relation zwischen mindestens 2 Faktoren; standardmäßig wird sie quantitativ interpretiert: mehr oder weniger von einer bestimmten Größe von x.
Meist steht im Hintergrund das Bild einer Wippe, die sich mehr nach rechts oder links, zur einen oder zur anderen Seite heben bzw. senken kann.
In der triadischen Modelltheorie sind die Verhältnisse entschieden komplexer: Wir haben im Metamodell der Triaden eine zweidimensionale Ebene, die Trias, die sich aus der Realation zwischen nicht 2 sondern 3 Faktoren ergibt. Wenn man im Bild der Wippe bleibt, so haben wir eine Fläche - und keinen als Gerade zu denkenden Balken. Diese Fläche, es gibt sie manchmal auf Spielplätzen, kann sich nicht nur nach 2 sondern nach mehreren Richtungen heben bzw. senken. Zur mathematischen Beschreibung reichen zwei Koordinatenachsen nicht aus. Die Kräfte, die die Disbalancen erzeugen sind die drei Faktoren der Trias - beispielsweise drei Personen auf der Schaukelfläche, um im Bild zu bleiben.
Die Triasebene steht in vertikaler Relation zu dem emergenten Objekt der Triade. Nur selten ist die horizontale Ebene der Trias waagerecht, in Balance. Normalerweise neigt sie sich nach der einen oder anderen Seite, ist in Disbalance.
Meist wird abkürzend davon gesprochen, daß die Faktoren der Trias einen unterschiedlichen Anteil am Zustandekommen bzw. der Erklärung des Objekts besitzen. Es gibt eine Disbalance zwischen den Faktoren, die man dadurch visualisieren kann, daß sich die Faktoren mehr oder weniger entfernt vom Objekt befinden. Jedenfalls ist ihre energetische Einwirkung auf das Objekt desto größer je näher sie sich in der vertikalen Dimension zum Objekt befinden.
Die Ursache für die Ungleichgewichte können durch die Cluster, die an die drei Faltoren der Trias 'angehängt' sind, auf einer weiteren horizontalen Ebene näher bestimmt werden. Diese Vorstellung wird durch das Faden-Modelle der Basistriade wiedergegeben.
Metamodell, räumlich


Dieses Verständnis von Gewichtung ist weit von den binären Balancemodellen entfernt, die die Fragebögen und Tests in der Soziologie und der Psychologie dominieren, und wo auf einer Linie von A bis B - z.B. 'introvertiert' vs. 'extrovertiert' - ein Wert von den Versuchspersonen einzutragen ist.In der Mitte der Skalierung liegt ein Gleichgewichtspunt/-wert, der häufig noch positiv - als entfernt von Extremen, als ausgleichend - interpretiert wird. (Das Ideal einer Schaukel im Gleichgewicht!)

→ Metamodell der Triade

lexikon, id675, letzte Änderung: 2021-09-08 17:55:44

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke