Lexikon des NTD®

Definitionen und Begriffsklärungen

Hier wird das Verständnis wichtiger Begriffe des Neuen Triadischen Denkens erklärt und, wenn nötig, von anderen Definitionen abgegrenzt.

Definitionen sind für das NTD eine heikle Angelegenheit, weil Begriffe nach seinem Verständnis jeweils nur für eine bestimmte Praxis, mindestens einem Praxistyp, dieselbe Geltung beanspruchen können. Die folgenden Definitionen entspringen einer speziellen epistemologischen Praxis und gelten auch dort. Die meisten Begriff behalten in epistemischer Praxis ihren Sinn. Manche Begriffe behalten ihre Gültigkeit auch bei der Anwendung auf anderen Feldern, andere sind sehr speziell. Übertragungen müssen also geprüft werden und ggfs. sind Modifikationen erforderlich. Es ist mit den Definitionen wie mit allen anderen tools: Ohne Anamnese und Diagnose der Anwendungssituation - also der Art der Praxis -, kein sinnvoller Einsatz.
Um die Übersicht zu erleichtern, werden Verlinkungen von Texten in der Tiefe auf 2 Stufen begrenzt: Links aus einem Lemma des Lexikons auf ein anderes - und auf Texte außerhalb des Lexikons, also z.B. auf die Axiomatik - sind möglich. Ebenso kann man von den verlinkten Objekten auf eine weitere Ebene verwiesen werden. Nach dieser 3. Ebene ist Schluß: Die in den Popups eingepflegten Links werden dann zwar angezeigt, sind aber nicht belegt. Will der Leser sie verfolgen, kann er direkt auf die verlinkten Lemma bzw. andere Texte gehen. Diese Einschränkung gilt nicht für die Verlinkung von Modellen.



Vergleichen im NTD =

Verglichen werden können grundsätzlich alle Tpen von informativen Objekten, Daten, Modelle/Begriffe, Programme und Werte/Grundannahmen. Jeder Typ kann untereinander oder mit den anderen Typen verglichen werden. Wenn man die drei Klassen der Information, die das NTD annimmt zugrunde legt, zeigen sich begrenzte Möglichkeiten des Vergleichens zwischen diesen Typen. Sie lassen sich in einer Triadentrias darstellen.
Vergleichsmöglichkeiten für Informationen


Also : Vergleich von Daten mit Daten, Modellen mit Modellen, Werten mit Werten, oder aber Vergleich von Daten mit Modellen oder Werten oder Modelle mit Werten.

Neben den Vergleichsobjekten ist auch die Vergleichsrichtung von Bedeutung. Je nachdem, ob wir bspw. von den Modellen ausgehen und deren Merkmale mit den Daten vergleichen, oder ob wird von den Daten zu den Modelle schreiten, verfolgen wir in der Praxis unterschiedliche Zwecke.


Vieles, was in der Wissenschaftstheorie als Induktion und Deduktion beschrieben wird, läßt sich durch die Klärung der Richtung von Vergleichprozessen näher definiere.

Die Klärung der Vergleichrichtung schafft eine Asymmetrie zwischen den Vergleichsobjekten. Ein Vergleichobjekt wird zum Vergleichsmaßstab.
Vergleichsmaßstäbe
Die Typenbildung durch Vergleichen kann also durch die
• Vergleichsobjekte,
• Vergleichsrichtungen,
• Vergleichsmaßstäbe
beschrieben werden.

Immer möglich ist eine Typenbildung durch Vergleich mit den Faktoren des Metamodells über die Architektur von Basistriaden. Das Metamodell fungiert dann als Vergleichskriterium.

Das triadische Programm des Vergleichens unterscheidet drei Programme:
• Aggregieren/Gruppieren,
• Differenzieren/Unterscheiden,
• Diskriminieren/Ausgrenzen.
Vergleichsprogramme
Die Programme unterscheiden sich vorrangig durch die Ziele, die gerade in der aktuellen Phase der Praxis verfolgt werden. Entweder man will Gemeinsamkeiten erkennen oder Unterschiede herausfinden. Oder es geht darum, Unbrauchbares auszusortieren.
Jedes Vergleichen führt zu/erzeugt Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Unvergleichliches (Homogenität, Heterogenität, Alterität).
Die drei Ziele des Vergleichs verlangen unterschiedliche Kriterien, unterschiedliche Maßstäbe beim Vergleichen.

Vergleichsziele

lexikon, id1268, letzte Änderung: 2021-03-26 10:48:22

© 2021 Prof. Dr. phil. habil. Michael Giesecke